diff --git a/.codebook.toml b/.codebook.toml deleted file mode 100644 index ff431ee..0000000 --- a/.codebook.toml +++ /dev/null @@ -1 +0,0 @@ -words = ["noack"] diff --git a/LinuxInformationstag.tex b/LinuxInformationstag.tex index a5ce0b8..7c7abc0 100644 --- a/LinuxInformationstag.tex +++ b/LinuxInformationstag.tex @@ -22,6 +22,8 @@ % allow the import of images \usepackage{graphicx} +\usepackage{caption} +\captionsetup{justification=Centering} % set the language to German \usepackage[ngerman]{babel} @@ -62,7 +64,8 @@ \end{frame} % import the slides here -\input{slides/01.Introduction.tex} +\input{slides/01.Introduction} +\input{slides/02.JustForFun} % epilogue \begin{frame} diff --git a/codebook.toml b/codebook.toml index c01c488..f724904 100644 --- a/codebook.toml +++ b/codebook.toml @@ -1,5 +1,11 @@ words = [ + "ari", "ccchb", + "lemmke", + "minix", "ngerman", "noack", + "stallman", + "tanenbaum", + "unlizensierte", ] diff --git a/images/Heckert_GNU_white.svg.png b/images/Heckert_GNU_white.svg.png new file mode 100644 index 0000000..8648ac1 Binary files /dev/null and b/images/Heckert_GNU_white.svg.png differ diff --git a/images/PDP-10-wikipedia.jpeg b/images/PDP-10-wikipedia.jpeg new file mode 100644 index 0000000..bb266ab Binary files /dev/null and b/images/PDP-10-wikipedia.jpeg differ diff --git a/images/Torvalds.jpeg b/images/Torvalds.jpeg new file mode 100644 index 0000000..6521de4 Binary files /dev/null and b/images/Torvalds.jpeg differ diff --git a/notes.md b/notes.md new file mode 100644 index 0000000..c38c2e6 --- /dev/null +++ b/notes.md @@ -0,0 +1,136 @@ +# Notizen + +## 01. Introduction + +- Kurze Vorstellung, wer ich bin. +- Erklärung Chaos Computer Club +- Was ist der DuT? +- Überleitung: Worum geht es heute? + - Inhaltsverzeichnis einmal durchgehen. + +## 02. Just for fun + +### PDP-10 slide + +Die Geschichte von Linux ist eng verwoben mit der Geschichte der Freien Software +Bewegung, die in den 1980er Jahren ihren Anfang in den USA nahm. Die Geschichte +beginnt, bereits Ende der 1960er Jahre, wie sehr viel in der Entwicklung der +modernen Computergeschichte, im legendären Artificial Intelligence Laboratory am +Massachusets Institute of Technology (MIT). Neben grundlegender Forschung zu +künstlicher Intelligenz und neuronalen Netzen, wurde dort auch Forschung an +Betriebssystemen durchgeführt. In den frühen 1970er Jahren hat dort die +Hacker-Kultur ihren Anfang genommen, als Studenten das *Incompatible Time +Sharing System* entwickelt haben. Einer der Entwickler dort war *Richard +Stallman*. Stallman war schon aus seiner Zeit in Havard, in der Hacker-Kultur +verwurzelt, und schuf in dieser Zeit wichtige Werkzeuge, wie den EMACS +Text-Editor und das LISP-Machine Operating System. Stallman war schon früh ein +ausgesprochener Kritiker der restriktiven Zugangspolitik in den - teilweise von +der DARPA, der Forschungsabteilung des US-Militärs bezahlten Laboratorien. Beim +ITS hatte noch jedermann freien Zugang zu den Ressourcen des Computersystems. +Das änderte sich jedoch in den folgenden Jahren. Stallman reagierte darauf, +indem er einen Weg fand, die verschlüsselten Passworte auf dem System zu +entschlüsseln. Er verschickte die entschlüsselten Passworte an die jeweiligen +Benutzer, verbunden mit der Bitte, die Passwörter in eine leere Zeichenkette zu +ändern. Etwa 20% der Nutzer folgten seinem Aufruf. Ein Sieg mit dem Stallman +noch Jahre später gern angab. + +### GNU + +In späten 1970er und frühen 1980er Jahren begann die Hacker-Kultur in den USA zu +fragmentieren, und viele Firmen wollten nicht, dass ihr Code in die Hände +möglicher Konkurrenten geriet. Zu den heftigsten Verfechtern zählte Bill Gates, +der CEO der damals noch jungen Firma *Microsoft*, die sich mit der Entwicklung +eines leistungsfähigen BASIC-Interpreters einen Namen gemacht hatte. Gates war +schon in den 1970er Jahren damit aufgefallen, dass er die damals verbreitete +Praxis, Quellcode frei zu teilen, scharf verurteilte. + +Als 1979 Brian Reid sog. "Time Bombs" im Code seines Textverarbeitungsprogramms +*Scribe* einbaute, um eine unlizensierte Weitergabe des Quellcodes zu +unterbinden, bezeichnete Stallman dies als ein *Verbrechen gegen die +Menschheit*. In einem Interview im Jahr 2008 stellte er klar, dass er das +Verbrechen nicht darin sehe, Geld für eine Software zu verlangen, sondern darin, +das Wissen, dass mit dem Code verbunden ist, als eine Art *Herrschaftswissen* +unter Verschluss zu halten. Er entwickelte darauf hin die Software *texinfo*, +die lose auf Scribe basiert. + +Im Jahr 1980 wurden Stallman und einigen anderer der Hacker am MIT der Zugriff +auf den Quellcode des neu installierten Laser-Druckers verweigert. Bei früheren +Druckern hatte Stallman die Systemsoftware so erweitert, dass Benutzer eine +Nachricht erhielten, wenn ihr Druckauftrag beendet war, und so wussten, wann sie +zum Drucker gehen mussten, um ihren Ausdruck abzuholen. Die Änderungen +benachrichtigten darüber hinaus, alle Nutzer die einen laufenden Druckauftrag +hatten, wenn im Drucker ein Papierstau auftrat. Diese Erweiterungen wurden von +den Nutzern sehr geschätzt, weil der Drucker sich in einem anderen Gebäudeteil +befand, als die Büros, und diese Funktion viele Laufwege ersparte. Die +Änderungen an dem neuen Drucker nicht mehr durchführen zu können, überzeugte +Stallman, dass es einen Bedarf an Software gab, die jeder frei nutzen und +Verändern kann. + +Richard Greenblatt, ein befreudeter Hacker am MIT, gründete derweil die Firma +*Lisp Machines Inc.*, um due LISP-basierten Computer bauen zu können, die er +zusammen mit Tom Knight im MIT-Lab designed hatte. Greenblatt wollte kein Geld +von aussen annehmen, um möglichst unabhängig zu bleiben. Das führte zu +Spannungen mit einigen Kommilitonen, die lieber Investoren-Geld annehmen +wollten, um die Firma schnell wachsen zu lassen. Daher kam es zum Zerwürfnis, +und die Mitglieder des *Invertorenlagers* gründeten die Firma *Symbolics*. +Allerdings machten die Investoren die Geheimhaltung des Quellcodes zu einer +Bedingung. + +Stallman verbrachte die Jahre 1982 und 1983 damit eine zu Symbolics kompatible +Software zu erstellen, um zu verhindern das diese ein Monopol über die Software +auf den Computern im MIT bekam. Im Februar 1984 kündigte Stallman schließlich +seine Stelle am MIT und startete das GNU Projekt. + +GNU steht ist ein rekursives Akronym und steht für *GNU is not UNIX*. Die Idee +war es, ein eigenes Betriebssystem zu bauen, dass vollständig auf freier +Software basiert, und dass allen zur Verfügung steht. Inklusive des Quellcodes, +sodass jedermann die Software nicht nur nutzen, sondern auch eigenen +Bedürfnissen anpassen kann. Dafür gründete er die gemeinnützige *Free Software +Foundation*, die sich den Zielen der Open-Source-Bewegung verschrieben hat. + +Stallman war bei der Entwicklung verantwortlich für die Toolchain, vor allem den +GNU EMACS Texteditor, den Compiler (GCC), den GNU Debugger und ein +automatisiertes Build-System zum kompilieren der Software namens GNU Make. Ende +der 1980 Jahre hatte die FSF alle Werkzeuge zusammen, die man braucht, um ein +UNIX-artiges Betriebssystem zu erschaffen. Mit einer wichtigen Ausnahme: dem +Kernel. + +### Torvalds + +Ein Kernel ist sozusagen das Herzstück eines Betriebssystems. Es ist der Teil, +der die Kommunikation der Programme die auf einem Computer laufen mit der +physischen Hardware koordiniert, den Speicher verwaltet und Zugriff auf die +Massenspeicher wie Festplatten ermöglicht. + +Hier erschien nun ein junger finnischer Informatik-Student auf der Bühne: Linus +Torvalds. Torvalds hatte sich gerade seinen ersten 80386 basierten PC gekauft, +und war enttäuscht, dass die damals noch üblichen PC-Betriebssysteme, vor allem +MS-DOS, die Fähigkeiten dieser Hardware nicht ansatzweise ausnutzten. + +Torvalds schrieb also seinen eigenen Kernel, der seinen neuen PC besser nutzen +konnte. Er orientierte sich dabei an *Minix* einem UNIX-ähnlichen +Betriebssystem, das von dem legendären Computer-Forscher Andrew S. Tanenbaum für +Lehrzwecke geschrieben worden war. + +### GNU/Linux + +Am 25. August 1991 veröffentlichte Torvalds seine Arbeit im der Usenet-Gruppe +*comp.os.minix*. + +Ursprünglich wollte er sein Projekt *FreaX* nennen, als Kofferwort aus *Freak* +und *Unix*. Ari Lemmke, der damals Administrator der FTP Server and er +Universität in Helsinki war, fand den Namen nicht gut, und schlug stattdessen +*Linux* vor, als Kurzform von *Linus' Unix*. Torvalds gefiel das zunächst nicht, +weil es ihm zu egoistisch vorkam, beugte sich aber den Stimmen der Community, +die Lemmke's Vorschlag allesamt besser fanden. + +Obwohl er, anders als Stallman, nicht politisch motiviert war, wollte Torvalds +seine Arbeit gerne mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Darum wählte er +die GNU General Public Licence als Lizenzmodell aus. Dies gab dem GNU Projekt +das letzte fehlende Puzzle-Teil in die Hand: GNU/Linux war geboren. + +Über den Namen dieses Betriebssystems gibt es bis heute übrigens Kontroversen. +Die Free Software Foundation besteht darauf, dass vollständige System GNU/Linux +zu nennen, was technisch richtiger ist (zumal es inzwischen auch Systeme wir +GNU/Mach und GNU/Hurd gibt). In der Öffentlichkeit hat sich die Kurzform *Linux* +weitestgehend durchgesetzt. diff --git a/slides/01.Introduction.tex b/slides/01.Introduction.tex index d5b57f9..b43d04a 100644 --- a/slides/01.Introduction.tex +++ b/slides/01.Introduction.tex @@ -10,7 +10,7 @@ \begin{figure} \centering \includegraphics[scale=0.2]{images/Tux.png} - \caption{By lewing@isc.tamu.edu Larry Ewing and The GIMP, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80930} + \caption{\tiny{lewing@isc.tamu.edu Larry Ewing and The GIMP, Attribution,\\ https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80930}} \end{figure} \end{frame} diff --git a/slides/02.JustForFun.tex b/slides/02.JustForFun.tex new file mode 100644 index 0000000..46eff84 --- /dev/null +++ b/slides/02.JustForFun.tex @@ -0,0 +1,60 @@ +% Title: Linux - Mehr als nur ein Betriebssystem +% Author: Alexander Noack +% Created On: Mon 20 Apr 2026 +% Summary: Presentation for the talk +% Language: de-DE + +\section{Just For Fun} + +\begin{frame} + \frametitle{Die Open-Source-Bewegung} + \begin{figure} + \centering + \includegraphics[scale=0.1]{images/PDP-10-wikipedia.jpeg}\\ + PDP-10 Mainframe Computer + \caption{\tiny{gah4, CC-BY-SA 4.0}} + \end{figure} +\end{frame} + +\begin{frame} + \frametitle{GNU} + \begin{figure} + \centering + \includegraphics[scale=0.1]{images/Heckert_GNU_white.svg.png} + \caption{\tiny{By Aurelio A. Heckert - gnu.org, CC BY-SA 2.0, \\ https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=33285325}} + \end{figure} +\end{frame} + +\begin{frame} + \frametitle{GNU/Linux} + \begin{figure} + \centering + \includegraphics[scale=0.2]{images/Torvalds.jpeg} + \caption{\tiny{Torvalds at LC, Beijing. China, 2018; CC-BY 3.0}} + \end{figure} +\end{frame} + +\begin{frame} + \frametitle{GNU/Linux} + \tiny{ + Hello everybody out there using minix - + + I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for + 386(486) AT clones. This has been brewing since april, and is starting to get ready. I'd like any + feedback on things people like/dislike in minix, as my OS resembles it somewhat (same physical + layout of the file-system (due to practical reasons) among other things). + + I've currently ported bash(1.08) and gcc(1.40), and things seem to work. This implies that I'll get + something practical within a few months, and I'd like to know what features most people would want. + Any suggestions are welcome, but I won't promise I'll implement them :-) + + \medskip + + Linus (torvalds@kruuna.helsinki.fi) + + \medskip + + PS. Yes - it's free of any minix code, and it has a multi-threaded fs. It is NOT portable (uses 386 + task switching etc), and it probably never will support anything other than AT-harddisks, as that's + all I have :-(.} +\end{frame}